Der Blog von Matthias Peter: Notitzblock, Ideensammlung und (Reise-)Tagebuch eines Mediamatikers.

Apple Event: Was wird morgen vorgestellt? (via webcetera.ch)

Morgen, am 19. Januar 2012, hat Apple zu einem Event nach New York eingeladen. Es soll über Bildung gehen – es wird bereits über GarageBand iBooks und Schulbücher für den iPad spekuliert.
Vielleicht kommt aber auch das iRaumschiff?



Original-Beitrag auf meinem Tech-Blog webcetera.ch: http://bit.ly/yhBtGW

App-Tipp: Action Movie FX (iPhone) (via webcetera.ch)

Mit der App Action Movie FX kann jeder mit einem iPhone zum Action-Film-Regisseur werden. Mit der App kann man nämlich Filme aufnehmen, um ihnen nachträglich Effekte hinzuzufügen, wie zum Beispiel explodierende Gegenstände.

Die App ist gratis und beinhaltet 3 Effekte (Raketen-Atacke, Auto-Unfall, Meteorit). Weitere Effekte können via In-App-Purchase gekauft werden und sind als 2-er Pack für je Fr. 1.00 / € 0.79 erhältlich.

Die App promoted überigens den neuen Mission Impossible Film, ohne mit Werbung auf die Nerven zu gehen.



Original-Beitrag auf meinem Tech-Blog webcetera.ch: http://bit.ly/yFqwvz
staff:

Neat! AddThis just published their 2011 stats on “sharing” across the web.
It looks like you guys have been busy. :)

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Entweder Mainhattan oder nöd. Mein Leben in Frankfurt

Mein letzter Post habe ich hier vor über einem Monat über Berlin geschrieben, und auch auf webcetera.ch ist es etwas ruhiger geworden. Aber ich kann Euch beruhigen: Mein Flugzeug wurde weder von Al Kaida entführt noch bin ich einer Briefbombe zum Opfer gefallen. Der Grund für die Stille auf meinem Blog war, dass ich seit Anfang November im “grossen Kanton”, genauer gesagt in Frankfurt am schönen Main wohne und arbeite, und mich erst mal einrichten musste. Vielleicht habt ihr dies ja schon über Facebook, Twitter oder Google+ mitbekommen. 

Doch wie kam es dazu? Nach spannenden, lehrreichen und schönen anderthalb Jahren bei der Webagentur Ground15 in Zürich, bekam ich die Chance in Frankfurt am Main bei der Etecture neue Erfahrungen zu sammeln. Die Entscheidung war nicht leicht, aber die Richtige, da bin ich mir sicher. In einem grossen Entwicklerteam habe ich die Chance, das CMS eZ-Publish besser kennenzulernen, indem ich an interessanten Web-Projekten mitarbeite. Nach einem Monat kann ich sagen, dass die Arbeit grossen Spass macht und mir viel Know-How bringt. Das Team besteht aus tollen & hilfsbereiten Leuten, welche auch verstehen, dass ich Fahrrad meine wenn ich Velo sage ;).

An dieser Stelle möchte Ich euch den o2-Adventskallender empfehlen, welcher mein Team mitentwickelt hat. Man kann bis Weihnachten täglich tolle Preise gewinnen (vorausgesetzt man hat eine deutsche Adresse/Telefonnummer), wie zum Beispiel das neue Galaxy Nexus, welches ich mir unbedingt wünsche vom Christkind. Oder vom Nikolaus. Hauptsache bald :-).

O2 ist übrigens auch der inoffizielle technische Sponsor dieses Blog-Posts, denn ohne den Surf-Stick, welcher ich mir heute gekauft habe, würde hier wohl noch ein paar weitere Wochen Stille herrschen. 

Jedenfalls habe ich - man glaubt es kaum - auch ohne Internet bereits viel erlebt in Frankfurt. Die ersten paar Tage war die Jugendherberge mein Heim, bis ich eine kleine Wohnung in der Nähe meines Arbeitsplatzes gefunden habe. Momentan ist in Frankfurt viel los, mit der Banken-Protestbewegung, von der ich ein paar Fotos auf Twitter gepostet habe. Und dann findet noch ein grosser Weihnachtsmarkt statt.
Das eine oder andere Museum am Museumsufer des Mains oder ein Kaffee auf dem Commerzbank-Tower stehen aber noch auf meiner ToDo-Liste. 

Ich freue mich auf weitere tolle Erfahrungen in Mainhattan. Spätestens im März bin ich aber wieder zurück in der Schweiz, wo ich mein Militärdienst leisten muss darf. 

Von Robotern, Tränen und Wachtürmen

In diesem imposanten Gebäude ist das deutsche Kommunikationsmuseum zu finden. Beim Betreten des Museums beginnt (wieder) eine kleine Zeitreise: Zuerst wird man von sprechenden & herumfahrenden Robotern begrüsst. Sie fragen freundlich, ob man dies und das schon weiss. Besteigt man aber die Treppe, wird man aber von der Roboter-Zukunft in die Vergangenheit zurück gebeamt. Über die Postkutsche über die Eisenbahn bis zum Mobiltelefon sieht man einfach alles. Sei es die Enigma, die deutsche Codiermaschine aus dem 2. Weltkrieg, oder eine von der Decke herabhängende Postkutsche, in Einzelteile zerlegt. Im zweiten Stockwerk erfährt man alles über das Fernsehen, das Radio und die Nutzung der Medien & Kommunikation im Krieg. Im Untergeschoss ist die Schatzkammer, wo auch eine rote Mauritius, eine sehr seltene Briefmarke, ausgestellt ist. 
Mir fehlte im Museum allerdings einen Teil über die moderne Kommunikation. Die Zeitreise endet mit dem Mobiltelefon, bzw. mit dem Fernsehen. Trotzdem ist ein Museumsbesuch für technisch oder historisch interessierte Leute für einen günstigen Eintrittspreis sehr empfehlenswert. 

Nach dem Museum für Kommunikation lohnte sich ein Besuch im Sony-Center am Potsdamer Platz. Überhaupt ist die Geschichte dieses Platzes sehr interessant: Es war einst, Anfangs des 20. Jahrhunderts, einer der verkehrsreichsten Plätze in Europa, und meines Wissens der erste Platz ausserhalb New Yorks, wo es eine Ampel gab. Mit dem Bahnhof war es der erste Platz, welchen die Touristen sahen, und er wurde dementsprechend präsentiert. Nach dem Krieg waren aber all die Theater & Volkshäuser zerstört. Der Bau der Mauer 1961 bedeutete definitiv das Ende für diesen belebten Platz: Die Mauer ging hier mittendurch. Er wurde zum Teil des Todesstreifens. Nach dem Fall der Mauer war hier das grösste innerstädtische Brachland Europas. Über 10 Jahre nach dem Fall der Mauer erwachte der Platz aber wieder zum Leben: 2000 wurde das Sony-Center eröffnet, einen grossen Gebäudekomplex mit grossem Lichthof, wo neben einem grossen Kino auch das Sony Europa-Hauptquartier ist. 

Im “Tränenpalast”, der ehemaligen Abfertigungshalle am Bahnhofs Friedrichstrasse, welche ich schon von der Bootstour auf der Spree gesehen habe, fand gerade eine sehr gut gemachte Ausstellung statt. Hier wurden ja die Zug-Ausreisenden aus Ostberlin nach Westberlin stengstens überprüft, und die Leute mussten voneinander Abschied nehmen. Deshalb auch der Name. 
Die Ausstellung zeigte die engen Durchgänge, in welchen Ausreisende überprüft wurden, Filmausschnitte zur deutschen Teilung vom Ost- und Westfernsehen, sowie ein Modell des damaligen, geteilten Bahnhofes.

Der Donnerstag war mein letzter Tag in Berlin, trotdem hatte ich noch Zeit für das jüdische Museum, welches schon einmal wegen der Architektur sehr spannend ist. Ich hatte mal eine Arbeit über den Architekt des Museums, Daniel Liebeskind geschrieben, welcher auch Jude war und die Überbauung am World-Trade Center in New York entworfen hat. Nach genauen Sicherheits-Kontrollen wurde die Geschichte der Juden, insbesondere des Holocaust, gut erklärt. 

Nach dem Museum bot sich ein Mauer-Spaziergang an, vom Checkpoint Charlie bis zum Potsdamer Platz. Es gibt überall Informationstafeln, man sieht viele Reste der Mauer und sogar die Mauern des Nazi-Gefängnisses. Etwas versteckt, in der Emma-Berger-Sackgasse, befindet sich noch ein Wachturm, ganz unscheinbar zwischen Parkplätzen. 

Nach einem Ausflug zum Kudamm (ich dachte immer, es heisst Kuhdamm, dabei ist es bloss eine Abkürzung für Kurfirstendamm :-)) war es auch schon Zeit für den Abflug zurück nach Zürich. Es waren tolle sechs Tage in Berlin!

Ach ja: Laut meinem Reiseführer sollte der Flughafen Tegel, wo ich ankam & abreiste, schon abgerissen sein. Da sieht man wieder ein Nachteil der Print-Medien gegenüber den Online-Medien. Der Flughafen Tempelhof, welchen ich mit Tegel durcheinanderbrachte, gibt es übrigens nicht mehr, es ist nun ein Park. Der Flughafen Schönefeld wird zurzeit ausgebaut und sollte wohl zum Haupt-Flughafen der Stadt Berlin werden.